2026: Produktfotografie meets AI

Produktfotografie gepaart mit KI & AI - Amazon

Von der Baustrahler zur KI: Meine Erfahrungen in der Produktfotografie

Als ich meine ersten Schritte in der Produktfotografie gemacht habe, roch das Studio nach Staub, heiß gelaufenen Lampen und frisch ausgepackten Hintergründen. Damals war für mich klar: Ein gutes Produktfoto entsteht durch perfektes Licht, Geduld – und sehr viel Handarbeit. Heute, Jahre später, arbeite ich mit KI-generierten Bildern, virtuellen Sets und digitalen Modellen. Die Entwicklung der Produktfotografie hat nicht nur die Branche verändert, sondern auch meine eigene Arbeitsweise grundlegend.

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Die klassische Produktfotografie: Kontrolle über jedes Detail

In meinen Anfängen bedeutete Produktfotografie vor allem eines: Kontrolle & Knowhow

Ich habe Stunden damit verbracht, Lichtformer zu verschieben, Spiegelungen auf glänzenden Oberflächen zu korrigieren und Staubpartikel in der Nachbearbeitung zu entfernen. Jede Aufnahme war ein physischer Prozess. Kamera, Objektiv, Studioblitz – alles musste perfekt zusammenspielen. So konnte man immer hervorragende Ergebnisse erziele, die die Freisteller immer besonders machen.

Gerade im E-Commerce-Boom während Corona wurde die Nachfrage nach sauberen, freigestellten Produktbildern enorm. Plattformen wie Amazon oder eBay setzten Standards: weißer Hintergrund, klare Perspektive, Focus Stacks und hohe Auflösung. Das Bild sollte informieren, nicht inszenieren.

Für mich war das eine Schule der Präzision. Aber auch eine Schule der Grenzen. Jede Variation bedeutete ein neues Shooting. Jede Farbvariante ein zusätzlicher Aufwand. Internationalisierung? Neue Sets, neue Locations, neue Kosten, es war immer ein großer Aufwand!

Produktfotografie gepaart mit KI & AI - Amazon
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Der Wandel durch digitale Retusche und 3D

Mit der Weiterentwicklung von Bildbearbeitungssoftware – allen voran Adobe Photoshop / Firefly etc. – begann die erste große Transformation.

Plötzlich konnte ich Hintergründe austauschen, Schatten verstärken oder Produkte in Composings einbauen, ohne sie erneut fotografieren zu müssen. Die Grenzen zwischen Fotografie und digitaler Gestaltung verschwammen. Ich merkte, dass mein Job nicht mehr nur Fotograf war – ich wurde zunehmend Bildgestalter.

Parallel dazu hielt 3D-Rendering Einzug in die Branche. Produkte wurden nicht mehr zwingend fotografiert, sondern modelliert. Für bestimmte Kunden – vor allem aus dem Technik- oder Möbelbereich – war das revolutionär. Ein digitales Modell ließ sich beliebig drehen, einfärben und inszenieren. Trotzdem blieb der Prozess aufwendig. 3D, wie zum Beispiel Blender oder Cinema4D erforderte immer Spezialwissen, leistungsstarke Hardware und viel Zeit.

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Der KI-Moment: Als Bilder nicht mehr fotografiert werden mussten

Der wirkliche Umbruch kam für mich mit generativer KI. Als ich zum ersten Mal mit Tools wie DALL·E oder Midjourney experimentierte, war ich gleichzeitig fasziniert und skeptisch. Ein Produkt in einer mediterranen Villa? Auf einem schneebedeckten Berg? In einer futuristischen Metropole? Ein paar Texteingaben – und Sekunden später war das Bild da.

Natürlich waren die ersten Ergebnisse bei weitem nicht perfekt. Perspektiven stimmten nicht immer, Logos wurden verfremdet, Details wirkten surreal. Aber das Potenzial war offensichtlich: KI konnte Welten erschaffen, die ich früher mit großem Budget hätte produzieren müssen, ein essentieller Vorteil auch für meine potentiellen Kunden.

Mittlerweile nutze ich KI vor allem für:

  • Konzeptvisualisierungen – dem Kunden mal eben was zeigen, über KI eine tolle Option

  • Social-Media-Varianten – Egal ob Reels oder Post, eine schnelle Visualisierung ist immer möglich

  • schnelle A/B-Test-Motive –  Was klappt? Was nicht?

  • Kampagnenbilder – Prompt ist okay, Code ist besser

Was früher Tage oder Wochen dauerte, entsteht nun innerhalb von Stunden.

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Realität vs. Simulation: Wo ich heute die Grenze ziehe

Trotz aller Begeisterung habe ich gelernt, bewusst zu entscheiden, wann ich fotografiere – und wann ich generiere. Hochpreisige Produkte, bei denen Materialität entscheidend ist – etwa Uhren, Schmuck, Food oder strukturierte Oberflächen – fotografiere ich weiterhin real. Licht auf echtem Metall verhält sich anders als simuliertes Licht.

Für Lifestyle-Inszenierungen hingegen ist KI oft effizienter. Statt ein komplettes Set zu bauen, generiere ich verschiedene Umgebungen und teste, welche Bildsprache am besten funktioniert.

Ich sehe KI nicht als Ersatz meiner Arbeit, sondern als Erweiterung. Sie nimmt mir repetitive Aufgaben ab und eröffnet kreative Räume, die früher kaum zugänglich waren.

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Die neue Rolle des Produktfotografen

Was sich für mich am stärksten verändert hat, ist meine Rolle.

Früher war ich vor allem Techniker: Licht, Kamera, Retusche.
Heute bin ich zusätzlich:

  • Prompt-Designer

  • Bildkurator

  • Qualitätsprüfer

  • Strategischer Berater

Die Herausforderung liegt nicht mehr nur im Fotografieren, sondern im Entscheiden:

  • Welche Bildwelt passt zur Marke?
  • Wie realistisch darf KI sein?
  • Wo beginnt Irreführung?

Gerade im E-Commerce ist Transparenz entscheidend. Kunden erwarten Authentizität. Deshalb kombiniere ich oft echte Produktfotos mit KI-generierten Szenen – eine hybride Bildstrategie. Steigt beispielsweise die Retourenquote durch KI-Bildmaterial, sollte man dies schleunigst korrigieren. Denn wenn ein Produkt im Originalem anders ausschaut, als es im Webshop angeboten wird, kann es zur Rücksendung der Ware kommen.

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Effizienz, Nachhaltigkeit und neue Ethik

Ein Aspekt, der mich besonders beschäftigt, ist Nachhaltigkeit. Schon im Studium haben uns die Professoren Effizienz gepredigt. Gerade der Einsatz von Ki, reduziert Reisekosten, weniger Setbau, weniger Materialverbrauch und deutlich weniger Organisation. KI kann also Produktionsprozesse deutlich ressourcenschonender machen.

Gleichzeitig entstehen neue ethische Fragen:

  • Darf ich eine Realität erzeugen, die es physisch nie gab?
  • Wie kennzeichne ich KI-generierte Inhalte?
  • Wie verändert sich das Vertrauen der Konsumenten?

Ich glaube, die Zukunft der Produktfotografie liegt nicht im Entweder-oder, sondern im bewussten Umgang mit beiden Welten. Ab Mitte des Jahres 2026 sind wir rechtlich auch für die Kennzeichnung von KI generierten Inhalten verpflichtet.

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Mein Fazit: Vom Fotografen zum visuellen Architekten

Wenn ich heute auf meine Anfänge im Studio zurückblicke, wirkt vieles fast nostalgisch. Aber ich bin überzeugt: Die Essenz ist geblieben. Es geht immer noch darum, Produkte begehrenswert, verständlich und glaubwürdig zu präsentieren. Nur die Werkzeuge haben sich verändert.

Von der analogen Studiolampe über digitale Retusche bis hin zur KI-generierten Bildwelt – ich habe gelernt, dass Produktfotografie kein statisches Handwerk ist, sondern ein sich ständig wandelndes System.

Und vielleicht ist genau das das Spannendste daran: Ich fotografiere nicht mehr nur Produkte &  gestalte visuelle Möglichkeiten.

Wer keine Bilder oder Storys verpassen möchte, der sollte mir auf InstagramFacebook & Pinterest genau wie in Xing und LinkedIn.

Euer Max

P.S. Dieser Blogbeitrag handelt von einem Amazon Listing und die damit verbundene Produktfotografie

Was steckt hinter Max Hörath Design? Kreativität, Engagement, Komeptenz und jede Menge Leidenschaft! Über mich – Steckbrief: Alter: 88er Baujahr Wohnort: Kulmbach Arbeit: Max Hörath Design Ausbildung: Veranstaltungskaufmann in der Stadt Kulmbach Studium in Ansbach Studiengang: Multimedia & Kommunikation (MuK) seit 2011 Hobbies: Schwimmen, Radfahren, Klettern, Web, Fotografie, Animationen, Reden Zukunftspläne: Multimedia Agentur