Fotografie vs. Coronavirus - COVID-19

Der Kampf der Fotografen & Künstler gegen das Coronavirus (COVID-19)! Was kann ich als Fotograf in der Krise überhaupt gegen die Folgen tun? Was unternimmt Max?

Als ich das erste Mal von dem Coronavirus in China gehört hatte, war mir noch nicht bewusst, wie schnell mich das Thema als Fotografen tangiert.

fotostudio bayreuth
Produktfotograf in Bayreuth

Und plötzlich war es da!

Ich darf auf ein tolles Jahr 2019 zurückblicken und auch das Geschäftsjahr 2020 begann erfolgsversprechend. Die letzten Hochzeitstermine fanden ihre Paare, Fotoshooting für Facebook oder Instagram standen auf dem Plan, wie auch einige Fotoshootings für Firmen.

Ich darf seit Jahren für ein Kulmbacher Unternehmen fotografieren die sich sehr in Italien engagieren. Regelmäßig besuchen uns Delegationen aus der ganzen Welt, um sich von den Produkten direkt in Kulmbach zu überzeugen.

Ende Februar 2020 - Beginn

Diesmal war geplant, dass uns eine Gruppe Italiener besuchen sollte. Es war geplant! Mittlerweile war das Coronavirus – COVID-19 bereits in Italien angekommen. Zu diesem Zeitpunkt gab es „erst“ 783 bestätigte Fälle in Italien.

Zu diesem Zeitpunkt hätte ich niemals erwartet, dass das ein Problem werde könnte. Doch aus Italien kamen bereits Signale, die bereits besorgniserregend waren. Aus diesem Grund wurden alle Aufträge für mich gecancelt.

Werbefotograf Werbefotografie von Max Hörath
Hochzeitsworkshop Max Hörath in München

Gesundheit vs. Business vs. Privat

Ich bin immer noch der Meinung, dass man sein Business egal was kommt vom Privaten trennen sollten. Wir sind einfach Dienstleister und der Service wird uns von Kunden vergütet. Da haben private Umstände eigentlich nichts zu suchen.

Imagebilder für die Tagespflege Foidl

Neue Variable – Gesundheit

Ja man sagt es auf jedem Geburtstag doch eher nebenbei! Alles Gute und viel Gesundheit. Ich betreibe meine Tätigkeit als Fotograf nun seit 8 Jahren und ich hatte nie Problem mit dem Faktor Gesundheit.

Klar man ist mal erkältet oder ein Kunde hat eine Erkältung, aber größere Probleme gab es noch nicht. Jetzt kommt das Coronavirus da her und macht wirklich Probleme.

Versteht mich nicht falsch, die Gesundheit geht immer vor, aber dass ein Gesundheitsthema die Weltwirtschaft in Atem hält und auch jeden Selbstständigen die Sorgenfalten auf die Stirn treibt, ist es was Neues.

Kriesenmanagement

Fotografen & Künstlern

Normalerweise beschäftige ich mich als Fotograf mit einem „normalen“ Markt. Man schaut sich die Konkurrenz an, analysiert Webseiten und knüpft neue Kontakte.

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Fotografen in Deutschland
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Künstler in Deutschland

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Erhöhter Puls

Seit gut vier Wochen ist die Fotoindustrie in heller Aufregung. Ich selbst hatte in diesem Monat eigentlich ordentlich was zu tun. Imagebilder, Produktfotos, Bewerbungsbilder und ein paar Fotoshootings im Studio standen auf der Agenda. Mittlerweile habe ich keinen einzigen Termin mehr.

Ich finde die Maßnahmen die aktuell durch die Regierung durchgeführt werden absolut nachvollziehbar und gut. Die Gesundheit und die Stabilität der Nation geht erst mal vor, wenn es auch massive Konsequenzen für alle Menschen haben wird.

Ich selber kann die Situation noch relativ gut abfedern. Dauert dieser Ausnahmezustand natürlich länger, wird es problematisch. Ich war schon immer ein Fan von einem „smarten Business“, gerade dieser Businessplan hilft mir jetzt.

Smart Business

Was meint er jetzt mit „Smart Business“? Wie ich es schon in meinem Businessworkshop immer predige. Sei immer gerüstet für div. Ereignisse! Blase dein Unternehmen nicht künstlich auf, sondern wachse organisch! Umso größer dein Geschäft wird, desto anfälliger kann es werden!

Organisches Wachstum

Wachstum ist immer gut, jedoch solltest du auch wissen, dass deine Rücklagen auch deutlich größer werden müssen. Du brauchst ein Fotostudio? Dann musst du dir auch bewusst sein, dass Miete und Energie dich im Monat mind. 1000 Euro kosten.

Architekturfotograf Max hörath Design

Rücklagen für das Foto-Business

Du solltest deine Unternehmung gerade zu Beginn eher schlank halten, dann kannst du solche Krisen auch „einfacher“ abfedern! Ich habe Rücklagen nicht für Corona gebildet, sondern für Werbekampagnen, Google Adsense, Neuanschaffungen von Equipment, Reparaturen oder für Suchmaschinenoptimierung.

Nebenbei sind das Rücklagen für dein Foto-Business, deine private Vorsorgen steht auf einem anderen Blatt. Diese Art der Vorsorge solltest du bereits ab der ersten Minute deines Geschäfts im Auge haben!

Werbefotograf Bayreuth
#Flattenthecurve 

Erst schleichend, dann mit voller Wucht

Jahresbeginn 2020

Bei vielen Fotografen begann das Jahr 2020 wahrscheinlich ähnlich wie bei mir. Nach den Weihnachtsferien läuft das Business wieder an. Durch Pull- oder Pushmethode generieren wir Kunden.

Je nach Qualität und Aufwand funktioniert das gut oder schlecht. Unter dem Strich hatten wir ohne Corona etwas zu tun.

Auftritt - COVID-19

Erst in Asien, jetzt auch in Deutschland. Egal welches Gewerbe ob Fotografen, Einzelhandel oder Kinos alle sind betroffen. Immer stärkere Reglementierung des Staats treffen uns mit voller Härte.

Meine Aufträge für die nächsten 12 Wochen sind denke ich nicht durchführbar, da sich die Bemühungen das Virus einzudämmen denke ich noch verstärken werden. Egal wie gut dein Business, deine Kreativität ist, Aufträge wirst du wahrscheinlich in der kommenden Zeit eher nicht mehr so einfach bekommen.

Was können wir als Fotografen jetzt überhaupt machen?

Wenn wir jetzt nach alternativen Einnahmequellen suchen, dann wird es wahrscheinlich eher schwierig mal eben wo anders Geld zu verdienen. Man könnte natürlich auch Aktien kaufen (Spielhallen sind ja schon geschlossen) und einfach mal auf Rot oder Schwarz setzen, dass ist aber vielleicht doch nicht so eine gute Idee.

Coronavirus – Alternativen

Was kannst du als Fotograf jetzt noch machen. Naja wir können doch denke ich die Zeit auch für einige sehr sinnvolle Dinge verwenden. Es gibt genug zu tun:

Fotografie

  • Ein Bild ohne Sensorflecken wäre schon mal ein Anfang. Also Cleaning-Sets raus und einfach mal alle Kamera-Sensoren vom lästigen Staub befreien
  • Shootet, shootet, shootet! Wer es noch kann, erweitert euer Portfolio! Egal ob Zuhause oder im Fotostudio. Machte eine One-Day-Project-Liste und fotografiert jeden Tag etwas Neues!
  • Gutes Werkzeug ist das A & O! Auch bei Fotografen. Ich wette mit euch, dass ihr locker zwei Tage das Equipment zu checken! Fangt mit A wie Akkus an und hört mit Z wie Zwinge im Fotostudio auf
  • Ich bräuchte für den nächsten Punkt bestimmt eine Woche! Räumt mal das Fotostudio oder euer Büro auf! Habt nicht nur das Ziel, dass die Räume sauberer sind, sondern vielleicht auch effektiver nutzbar sind! Aka. Ablagesysteme etc.
  • Falls ihr noch Jobs offen habt, wickelt diese ab! Egal ob Corona oder nicht!
  • Räumt eure digitalen Speicher (NAS) mal auf. Schafft Platz für neue Projekte, die bald kommen werden!
  • Sichert die vergangenen Jahre mal auf externe Festplatten oder auf DVDs. Man weis ja nie!
  • Alle Sigma Objektivbesitzer können sich ja mal an die Fokuskalibrierung machen. Natürlich nur falls nötig

Business

Viele Fotografen (mich eingeschlossen) müssen sich immer zwingen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Aber es ist so wichtig und so nachhaltig! Ich denke, dass das Coronavirus auch eine Chance bietet, sich im Bereich Business stark zu steigern!

  • Kümmert euch um eure Suchmaschinenoptimierung der Webseite! Super zeitintensiv, aber echt wichtig! Damit könnte ich wahrscheinlich schon 2 Wochen überbrücken.
  • Eure digitale Visitenkarte ist eure Homepage! Aktualisiert Inhalte, Bilder oder updatet eure Plugins
  • Ihr habt schon Broschüren, Flyer oder Visitenkarten? Vielleicht brauchen eure Printprodukte mal ein Update?
  • Denkt auch an euer Fotostudio. Dekoriert neu, solange wir noch keine Ausgangssperre haben, werden es Menschen bemerken! Schreibt einen netten Spruch ins Schaufenster!
  • Googlet nicht nur die aktuellen Coronazahlen, sondern schaut euch auch mal euren Google My Business Account an. Ist dieser aktuell, kann ich neue Fotos hochladen?
  • Der wohl ätzendste Punkt im Bereich Fotografie-Business: Steuern! Egal ob Corona, dass Finanzamt hat auch bei mir pünktlich die Einkommenssteuer wie auch die MwSt. abgebucht. Wer von euch Probleme diesbezüglich hat, meldet euch bei eurem FA bezüglich Stundung.
  • Generell solltet ihr unbedingt eure laufenden Kosten im Auge behalten. Dazu gehören auch Versicherungen. Überprüft dies, sind sie noch aktuell, braucht ihr sie etc.
  • Schreibt einen Blog!
  • Kreiert neue Inhalte! Ihr habt neue Tools oder eine neue Geschäftsidee, dann ist jetzt die Zeit Hausaufgaben zu machen

Tutorials

Ich schreibe es ja auch immer, dass ich selber Autodidakt bin! Genau solche Zeiten sollte ihr intensiv für Weiterbildungen verwenden. Egal ob ihr euch Tutorials im Netz anschaut, euch Bücher schnappt die ihr mal gekauft habt und nie gelesen habt, bildet euch weiter! Auch so lässt sich deine Fotografie nachhaltig pushen.

Menschlichkeit

Wenn ihr mit den ersten drei Punkten fertig seid, dann könnt ihr noch etwas für eure Mitmenschen tun. Tausch dich mit anderen Fotografen aus, vielleicht kann man auch in Zukunft zusammenarbeiten. Denkt aber auch noch an etwas anderes als die Fotografie. Auch eure Mitmenschen gibt es noch! Dieser Punkt lässt sich auch generell mit allen anderen Punkten kombinieren. 🙂

Corporate Headshots by Max Hörath Design

Fazit

Petition

Ja sogar die Bundesliga leidet unter dem Coronavirus, dass wissen wir mittlerweile auch! Wer von euch nicht nur auf diese Branche hinweisen möchte, kann auch uns Kreative beifolgender Online Petition unterstützen. Somit wird unser Problem hoffentlich auch etwas mehr wahrgenommen!

Online Petition
Bundesfinanzministerium

Wer sich von euch bereits jetzt informieren möchte, was es für Möglichkeiten gibt, Hilfe und Unterstützungsgelder zu beziehen, kann sich beim Finanzministerium schlau machen.

Infos von Bundesfinanzministerium
https://www.youtube.com/watch?v=GloYVyWw39g

FOTOGRAFIE VS CORONAVIRUS

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