Produktfotos für deinen Onlineshop – 20 Tipps Tricks

By 21. Februar 2020 Februar 24th, 2020 Fotokurs, Produkt
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Mehr Umsatz im Onlineshop durch bessere Produktfotos

POS vs. Onlineshop

Erfolgreiche Produktfotos sind die Grundlage für euren Online Shop. Ich zeige euch worauf es ankommt, um in Amazon, Ebay und Co erfolgreich zu sein!

Ihr habt es bestimmt auch schon gehört! Die Deutsche Post, Hermes und Co fahren von Rekord zu Rekord, immer mehr Pakete sind im Umlauf. Natürlich wisst ihr auch, dass das mit dem immer größer werdenden Online-Konsum zu tun hat.

Ein zunehmendes Problem für viele Onlineshops ist, dass der Wettbewerb immer härter wird. Mehr Konkurrenz bedeutet auch, dass sich dies auch unter Umständen auf den Umsatz der Shops auswirken kann.

Im Vergleich mit Lokalgeschäften ist die Präsentation bei Onlineshops noch wichtiger. Dies hat mehrere Gründe:

  • Im Ladengeschäft hat der potentielle Kunde die Möglichkeit die Produkte anzufassen
  • Er kann ebenso die haptische Qualität prüfen
  • und er kann Stationär eine Beratung in Anspruch nehmen

Deshalb ist es so wichtig die Produkte perfekt im Onlineshop zu präsentieren. Der Shop-Betreiber sollte sich darauf konzentrieren, die haptische und optische Komponente so gut es geht zu ersetzen: Das funktioniert vor allem durch unterschiedliche und absolut hochwertige Produktfotos umsetzen.

Schlichte vs. Emotione Produktfotos

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Werbefotografie Max Hörath

Ein Vergleich der sehr schwierig ist! Braucht man eher Bilder die Emotionen wecken oder benötigt ihr Bilder auf weißem Grund die das Produkt schlicht dem Kunden vorstellen. Ich persönlich bin für eine Kombination.

Die Kombination hat folgende Vorteile: Emotionale Bilder können als Kategorie oder als Werbebilder verwendet werden. Maximale Aufmerksamkeit und ein cooles Image sollte das Produkt unterstützen.

Für die Präsentation in eurem Onlineshop würde ich eher eine hochwertige, aber eher schlichte Präsentation vorschlagen. Denkt immer dran, dass eure Kunden die Ware nicht anfassen können. Diesen Nachteil müssen wir auf jeden Fall kompensieren.

Warum braucht man überhaupt Produktbilder?

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Die Produktbilder sind das Wichtigste im ganzen Onlineshop. Der Kunde von Heute interessiert sich primär nur für die Produktfotos, die Verfügbarkeit und den Preis. Ob eine kreative und 600 wortstarke Beschreibung viel bringt, ist fraglich.

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Produkffotograf Max Hörath Design

Geringe Retourenquote, dank guter Produktfotos

Ein großes Problem für viele Onlineshops ist die hohe Zahl an Retouren. Ihr wisst selber, dass oft auf Vermutung bestellt wird. Oft realisiert der Käufer aber erst Zuhause, dass ihm die Bestellung nicht zusagt. Das könnte auf falsche oder nicht hochwertige Produktfotos hinweisen.

Hochwertige Produktfotos für die gelungen Präsentation

Tagtäglich seht ihr bestimmt tolle Produktfotos bei Zalando und Co, jedoch dürft ihr eines nicht vergessen: Der Aufwand hinter solchen professionellen Produktaufnahmen ist extrem hoch! Zalando hat dafür extra die Zalando Studios gegründet. In diesem riesigen Fotostudio fertigt die Firma die Produktfotos für den Onlineshop an.

Wenn du dir überlegst, welche Bilder du zu einer erfolgreichen Präsentation benötigst, schau einfach mal bei den Besten der Branche vorbei.

Bleiben wir mal bei dem Beispiel Zalando. Die Produktpräsentation ist eine Kombination ausfolgenden Fotos:

  • Packshots
  • Ghost Puppen Stills
  • Lifestylebildern
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Bei Packshots handelt es sich um Aufnahmen die das Produkt beispielsweise in einem Set zeigen. Dort sieht man die Verpackung, Beschriftungen etc.

Wenn Kleidung fotografiert wird, werden immer sog. Ghost Puppen verwendet. Diese Puppen lassen es zu, z.B. der Jacke ein Volumen oder den Ausschnitt inkl. Rückenteil zu fotografieren.

Egal welches Produkt, es sollen immer Emotionen verkauft werden. Das schafft man, mit sehr nüchternen Bildern weniger! Deshalb werden immer mehr Produkte in Kombination mit Models fotografiert. So sieht der Kunde wie das Produkt an einer Person wirkt!

Das Wichtigste dabei ist aber Einheitlichkeit! Jedes Bild muss zu 90 Prozent von Bildlook gleich sein. Dies versucht man durch sehr detaillierte Fotobriefings zu gewährleisten.

Wer macht jetzt gute Produktfotos

Die Frage ist immer sehr subjektiv, jeder hat natürlich ich einen unterschiedlichen Geschmack. Was oft unterschätzt wird ist der Aufwand! Gute Produktfotos sind eine echte Herausforderung. Das Produkt muss vorbereitet werden und ein Set eingerichtet werden und und und.

DIY – Style

Gerade für den Anfang sind hohe Kosten bei Produkteinführungen ein großes Problem. Viele Onlineshop Betreiber gehen aus diesem Grund den „Do it yourself“ Weg. Oft funktioniert dieser recht gut für den Anfang. Der Look muss jedoch auch zum Produkt passen. Luxusuhren und Baustrahler werden sich nicht vertragen. Handgemachter Schmuck aus nachhaltigem Stoffen passen eher zum DIY Look.

In meinen Fotokurs für Produktfotografie werde ich euch jedoch zeigen, wie man mit Baustrahlern und Co auch gute Fotos schießen kann.

Produktfotograf

Der Weg seinen Onlineshop mit professionellen Fotos zu befüllen, lässt sich nur über einen Produktfotografen realisieren. Der Weg über einen Dienstleister hat natürlich Vor- und Nachteile:

Vorteile:

  • Erfahrung des Fotografens
  • Fotobriefing
  • Equipment des Studios
  • Postproduktion
  • Verfügbarkeit
  • Kontinuität

Nachteile:

  • Kosten
  • Logistik

Ich schreibe hier mit Sicherheit nicht, dass der einzige Weg mehr Umsatz in einem Onlineshop zu machen, nur mit Produktbildern von Profi funktioniert! Die Wahrscheinlichkeit ist meiner Meinung nach aber deutlich höher.

Der Weg zu besseren Produktfotos ist nicht so einfach. Viele Fotografen auf top Niveau sind rar und auch von der Verfügbarkeit nicht immer buchbar. Eine gute Recherche ist dabei sehr hilfreich. Egal ob ihr das in Instagram, auf Facebook, über Pinterest oder über das Web macht, dass Portfolio muss zu euch passen.

Die größte Herausforderung bei der Produktfotografie ist das Equipment. Egal ob Blitze, Dauerlicht, Reflektoren, Lichtformer, Stative, Settische oder oder, es ist oft eine Equipmentschlacht.

In gute Produktfotos zu investieren wird sich im Return of Investment wieder bemerkbar machen und euren Onlineshop nach vorne bringen.

Stockfotos

Die Frage ob man generell Stockbilder kaufen oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe dazu eine klare Meinung: Auf keinen Fall! Stockbilder sind oft nur ein Kompromiss und nicht exklusiv, dass heißt der Konkurrent könnte ebenfalls das Foto verwenden.

Das Hauptproblem was ich mit Stockbildern habe ist die Tatsache, dass das Unternehmen mit Fremden werben. Im Bereich der Personenfotografie ein großes Problem. Bei der Produktfotografie beispielsweise für Amazon ist die Stockfotografie aus dem Spiel. Individuelle Fotos von neuartigen Produkten werden sich kaum an einer Fotobörse finden.

Arten von Produktfotos

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Produktfotos die für einen Onlineshop in Frage kommen. Egal welche Art ihr von Bild verwendet, solltet ihr ein Fotobriefing erarbeiten, dass euch die „Gleichheit“ garantiert.

Freisteller

Der große Vorteil bei Freistellern ist die mitgelieferte Transparenz. D.h. die Bilder besitzen keinen Hintergrund und können somit beliebig platziert werden. Um eine Transparenz zu verwenden, muss der Bildbearbeiter eine Auswahl um das Produkt legen und den Hintergrund entfernen.

ISO

Der ISO-Wert sollte möglichst gering sein, denn so bekommt ihr die beste Bildqualität für die Shopbilder. Je nach Kamera kann der Wert bei 32, 64 oder 100 ISO liegen.

Lifestylebilder

Wie ich schon oben beschrieben habe, setzt mittlerweile auch Zalando auf Lifestylebilder. Das kann z.B. ein Bild sein, indem eine Person ein Produkt der Marke beim Sport etc. trägt. Somit kann der potentielle Kunde das Produkt im Einsatz sehen und es sich besser vorstellen.

360 Grad Bilder

Eine nicht mehr neue Möglichkeit die Produkte aus jedem Blickwinkel zu zeigen ist die 360 Grad Aufnahme. Bei dieser Aufnahme steht das Produkt auf einem Drehtisch und rotiert das Produkt einmal im Kreis. Dabei werden entweder 12 oder 24 Bilder geschossen, die dann in einer Software zusammen eine ganze Rotation ergeben.

Der Teller ist mit einem PC verbunden, der die Platte über eine Software gradgenau ansteuert und so für einen exakten Blickwinkel sorgt. Diese Systeme kann man mittlerweile sogar mit einer App steuern.

Das Rezept für gute Produktfotos

Es ist natürlich immer Geschmacksache wie man ein Fotobriefing für die Bilder des Onlineshops erstellt, jedoch ist das grundlegende Rezept immer gleich.

Blende / Verschlusszeit / ISO

Für jedes gute Fotos ist das goldene Dreieck die Grundlage. In allen meinen Fotokursen lege ich auf diesen Punkt sehr viel Wert. Bei der Präsentation ist es wichtig, dass die Kunden eine gute Abbildung des Produkts erkennen.

Blende

Wie ihr mit Sicherheit schon bemerkt habt, kommt es bei der Produktfotografie auf Schärfe an. Aus diesem Grund solltet ihr bei den Onlineshop-Bildern eine große Blendenzahl ca. f11 verwenden.

Verschlusszeit

Bei der Belichtungszeit kommt es drauf an, ob ihr ein Stativ verwendet oder nicht. Ich würde euch nicht nur wegen der Verschlusszeit empfehlen ein Stativ zu verwenden, sondern auch wegen der Komposition. Wenn ihr Freihand eure Bilder aufnehmt, achtet aufpassende Verschlusszeiten. Es dürfen keine Verwacklungen entstehen.

ISO

Der ISO-Wert sollte möglichst gering sein, denn so bekommt ihr die beste Bildqualität für die Shopbilder. Je nach Kamera kann der Wert bei 32, 64 oder 100 ISO liegen.

Stativ

Eine vernünftige Positionierung einer Kamera ist nur mit einem Stativ möglich. Die Verwendung gewährleistet euch, dass ihr die Position der Kamera immer wieder einstellen könnt. Hierzu müsst ihr euch beim Shooting die Höhe & Neigung der Kamera notieren. Ebenso den Abstand zum Produkt und die Höhe des Gegenstands. Achtet beim Stativ auf einen guten Kugelkopf, der die Kamera wirklich fixiert.

Ausleuchtung

Mit der Ausleuchtung ist es so eine Sache. Man könnte so vieles machen und es kommt wieder drauf an, was ihr euch vorstellt. Ein Produkt relativ langweilig auszuleuchten, kann aber genau der Mittel zum Zweck sein. Eine Standard-Ausleuchtung ist relativ simpel:

  • Mindestens drei Lichter
  • 1x von oben
  • 1x rechts vom Produkt
  • 1x links vom Produkt

Diese Ausleuchtung sorgt dafür, dass das Produkt des Shops gleichmäßig von allen sichtbaren Richtungen ausgeleuchtet ist. Dadurch sind weniger Schatten zu sehen und das Produkt wirkt hochwertig.

Eines muss man jedoch aus wissen: Schatten sorgt für Spannung im Bild. Mit einer derartigen Ausleuchtung gibt es keine Überraschungen. Ein guter Produktfotograf bekommt es eben hin, dass das Produkt trotzdem Schatten hat und dennoch nicht dunkel wirkt.

Dazu sind viele technischen Raffinessen gefragt. Es wir mit allerhand Tricks gearbeitet, um die Illusion perfekt zu gestalten. In meinem Workshop zur Produktfotografie werde ich euch die Tricks zeigen und vorstellen.

Bei der Ausleuchtung der Produkte kommt es maßgeblich auch auf die Lichtcharakteristik an. Es gibt hartes und weiches Licht. Eines schafft man mit Diffusoren und die andere beispielsweise mit Warben. Ein Gutes Fotostudio mutiert eher zu einer echten Werkstatt, denn bei der Produktfotografie ist viel Handwerk gefragt.

Bildexport für Online Shops

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PNGs, JPGs, oder WEBP-Datei sind die gängigsten Formate für Inhalte im Netz. Fotos sollte ihr jedoch eher als JPG oder WEBP Datei in euren Onlineshop hochladen. Das PNG-Format ist eher für Grafiken passen.

Immer wichtiger im Online-Bereich ist die Ladezeit. Dadurch das immer mehr Menschen online mit dem Telefon bzw. Tablet arbeiten solltet ihr das Dateivolumen der Datei möglichst geringhalten. Das ist jedoch ein großer Spagat. Zum einen müsst ihr die Dateigröße berücksichtigen, auf zum anderen müsst ihr die Qualität der Fotos gewährleisten.

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Auch die richtige Größe des Bildes ist ein wichtiger Einsparungspunkt. Dimensioniert ihr die Bilder zu groß, führt das wiederrum zu mehr Dateivolumen und anders herum.

Mittlerweile gibt es mehrere Möglichkeiten seine Bilder zu optimieren. Entweder beim Upload der Daten im CMS-System über ein Plugin wie Imagify über den Web-Export von Photoshop.

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Bild SEO

Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist die Suchmaschinen Optimierung für die Bilder in eurem Webshop. Gerade in Bezug auf Google-Shopping solltet ihr möglichst klare Bildvorschauen also auf weißem Hintergrund verwenden.

Stellt eure Homepage so ein, dass die Bilder gecrawt werden können. Ansonsten findet der Google-Bot die Bilder nicht und kann sie so nicht indexieren. Zusätzlich könnt ihr nicht nur eine Sitemap für euren Shop erstellen, sondern auch für die jeweiligen Bilder.

Achtet beim Speichern auf bestimmte Keywords die für euch wichtig sind. Ihr könnt also beispielsweise „tshirt-t-shiert-marke-xy-baumwolle“ als Dateinamen verwenden. Es ist auch möglich Orte (local SEO) mit in die Beschreibung zu nehmen.

Achtet auf die Größenvorgaben von Shop wie Amazon. Es sollten nur Quadrate hochgeladen werden. Bei jedem Quadrat muss das Produkt 85 Prozent des Platzes einnehmen. Diese Vorgaben sind penibelst einzuhalten.

Verwendet die beispielsweise in WordPress die Title & Alt Option für die Bilder. Die Beschreibenden Texte können auf keinen Fall schaden, ob sie wirklich viel bringen ist eine gute Frage. Dennoch ist es besser die Informationen einzugeben, als sie wegzulassen.

Arbeitet auch mit der Verlinkung auf Social Media! Der Nutzer kann dadurch die Bilder teilen oder bookmarken. So erhöht sich die Reichweite deutlich.

Falls ihr noch Fragen habt, dann nehmt mit mir Kontakt auf!

Euer Max

P.S. Dieser Blogbeitrag geht um Produktfotos für deinen Onlineshop

 

Max Hörath Design

Author Max Hörath Design

Was steckt hinter Max Hörath Design? Kreativität, Engagement, Komeptenz und jede Menge Leidenschaft!Über mich – Steckbrief: Alter: 26 Jahre Wohnort: Kulmbach Arbeit: Max Hörath Design Ausbildung: Veranstaltungskaufmann in der Stadt Kulmbach Studium in Ansbach Studiengang: Multimedia & Kommunikation (MuK) seit 2011 Hobbies: Schwimmen, Radfahren, Klettern, Web, Fotografie, Animationen, Reden Zukunftspläne: Multimedia Agentur

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